Problemlösung und Funktionsweise
Ahnenforschung in Regionen des früheren Russischen Reiches und der UdSSR ist wegen sich verschiebender historischer Grenzen, Namensvarianten und fragmentierter Archive fehleranfällig. Sprachmodelle neigen bei unvollständigen Daten schnell zu falschen Verknüpfungen. Dieses Python-basierte Repository fungiert als Agent-Skill (kompatibel mit Claude Code, Codex und ähnlichen Systemen) und zwingt das Modell in ein strenges, beweisorientiertes Regelwerk.
Methodik und Technik
Das System arbeitet mit klar definierten CSV-Registern für Personen, Artefakte, Behauptungen, Beziehungen und Suchprotokolle. Ein zentrales Element ist das Konzept der independence_group: Mehrere Scans oder Kopien derselben Primärquelle können nicht als unabhängige Bestätigung herangezogen werden. Zu den Kernfunktionen gehören:
- Namensvarianten-Matrizen: Abgleich von Schreibweisen über Sprachgrenzen hinweg.
- Historische Geografie: Lokalisierung nach damaligen Pfarreien, Gouvernements oder Zivilregistern zum Zeitpunkt des Ereignisses.
- Automatisiertes Audit: Ein Prüfskript stellt sicher, dass referenzierte Dokumente existieren und Behauptungsstufen wie
corroborated oder hypothesis logisch mit den registrierten Quellen übereinstimmen.
Zielgruppe und Reifegrad
Das Tool richtet sich an Historiker, professionelle Genealogen und Entwickler, die wissensintensive Agenten-Workflows bauen. Mit über 1.000 Sternen auf GitHub, MIT-Lizenz und einem durchdachten Schema bietet es ein praxistaugliches Fundament für methodisch saubere Archivrecherchen.