ELIZA: Ursprung, Funktionsweise und der ELIZA-Effekt

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ELIZA ist ein frühes Computerprogramm zur Verarbeitung natürlicher Sprache, das von 1964 bis 1967 von Joseph Weizenbaum am MIT entwickelt wurde. Es simulierte Unterhaltungen primär über Mustererkennung und Ersetzungsregeln, insbesondere im bekannten Psychotherapie-Skript DOCTOR.

Das Wichtigste

  1. Entwickelt zwischen 1964 und 1967 am MIT in MAD-SLIP für CTSS auf einem IBM 7094.
  2. Verwendete Mustererkennung (Pattern Matching) und Skripte, um menschliche Dialoge ohne echtes Sprachverständnis oder Weltwissen zu simulieren.
  3. Das Skript DOCTOR bildete einen personenzentrierten Therapeuten nach, der Aussagen der Nutzer als Gegenfragen spiegelte.
  4. Begründete den Begriff 'ELIZA-Effekt', da Nutzer dem Programm trotz simpler Logik menschliche Gefühle und Verstehen zuschrieben.
  5. Der lange verschollene ursprüngliche Quellcode wurde 2021 in den MIT-Archiven wiederentdeckt und publiziert.

Warum das relevant ist

ELIZA gilt als einer der ersten Chatbots und Meilensteine in der Mensch-Maschine-Interaktion. Das System verdeutlichte früh, wie leicht Menschen einfachen technischen Systemen emotionales und kognitives Verständnis unterstellen.

Einordnung

Die technische Architektur trennte das Basissystem strikt von Konversationsskripten. Anhand von Schlüsselwörtern mit Prioritätsrängen zerlegten Zerlegungsregeln Nutzersätze und setzten sie über Neuanordnungsregeln wieder zusammen. Fehlten Schlüsselwörter, griff ELIZA auf inhaltsleere Floskeln oder einen Speicher früherer Aussagen zurück. Weizenbaum zeigte damit auf, dass vermeintlich tiefgründige Kommunikation technisch rein oberflächlich konstruiert sein kann.

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Zusammenfassung von KI erstellt (Gemini 3.8 Flash, 27. September 2026). Sie kann Fehler enthalten – maßgeblich ist die Originalquelle.

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