Einleitung
Ich sage es Ihnen direkt: Ich liebe WordPress. Das meine ich wirklich so. Die Auswahl an Erweiterungen ist riesig. Es gibt eine tolle Gruppe von Nutzern. Es gibt tausende Vorlagen für das Aussehen. Es gibt Erweiterungen für jeden Zweck. Man hat eine riesige Auswahl. Man weiß gar nicht, was man nehmen soll.
Fast alle Menschen in unserem Beruf können WordPress bedienen. Das ist ein großer Vorteil.
Aber WordPress hat auch Grenzen. Genau da zeigt TYPO3 seine Stärken. WordPress ist nicht schlecht. Aber beide Systeme haben andere Ziele. Die Macher haben sie für unterschiedliche Aufgaben gebaut.
Dieser Text sagt nicht einfach: TYPO3 ist besser. Wir betrachten beide Systeme genau. Ich habe mehr als 20 Jahre Erfahrung mit beiden Systemen. Der Text ist respektvoll. Der Text ist technisch richtig. Der Text kommt aus der Praxis.
Unsere Position: Die Firma webconsulting gmbh arbeitet fast nur mit TYPO3. Wir geben Anfragen für WordPress an Partner weiter.
Darstellung: Dieser Text vereinfacht absichtlich einige Dinge. So verstehen Sie schwierige technische Sachen besser. WordPress hat sehr viele Vorlagen für das Aussehen. Das hat auch Nachteile. Viele Vorlagen haben zu viele Funktionen. Sie brauchen diese Funktionen fast nie. Das macht die Internetseite langsam. Das macht auch Updates schwierig. Trotzdem ist die große Auswahl eine der größten Stärken von WordPress.
Inhaltsverzeichnis
WordPress – Eine riesige Auswahl an Erweiterungen
Das macht WordPress richtig
WordPress läuft auf 43 Prozent aller Internetseiten. Das hat einen guten Grund. Das Projekt startete im Jahr 2003. Das Ziel war: Jeder Mensch soll einfach Texte im Internet veröffentlichen können. Die Software hat eine besondere Lizenz. Diese Lizenz heißt GPLv2. Diese Lizenz gibt Ihnen 4 Freiheiten. Sie dürfen die Software nutzen. Sie dürfen die Software untersuchen. Sie dürfen die Software weitergeben. Sie dürfen die Software verändern. Die Gründe für den Erfolg sind klar:
Auswahl an Erweiterungen
Es gibt mehr als 62.000 Erweiterungen. Diese heißen Plugins. Für jedes Problem gibt es mindestens 3 Lösungen. WooCommerce ist für den Verkauf im Internet. Yoast ist für die Suche bei Google. Elementor hilft beim Bauen der Seiten. Es ist alles da.
Gemeinschaft
Es gibt Millionen von Programmierern auf der ganzen Welt. Das Internet bietet Antworten auf jedes Problem. Es gibt Anleitungen für Anfänger und Profis. Es gibt Treffen in jeder großen Stadt. Die Internetseite WPBeginner hat mehr als 3.000 Anleitungen aus der Praxis. Diese Anleitungen helfen bei vielen Themen. Experten für WordPress pflegen diese Seite seit mehr als 16 Jahren.
Einstieg
Sie können WordPress in 5 Minuten installieren. Die Bedienung ist sehr einfach. Jeder kann mit einer Anleitung sofort anfangen. Speicherplatz im Internet gibt es schon ab 5 Euro im Monat.
Beispiel aus der Praxis: Ein Projekt mit WordPress
Stellen Sie sich eine Aufgabe vor. Sie brauchen bis zum Ende der Woche eine Internetseite für Ihre Firma. Die Seite braucht einen Rundbrief. Die Seite braucht Verbindungen zu sozialen Medien. Die Seite muss gut bei Google zu finden sein:
Installation und Vorlage
Erweiterungen und Funktionen
Inhalte und Start
Ergebnis: Sie haben eine funktionierende Internetseite in 3 Tagen. Die Kosten sind gering. Ihre Kunden können die Inhalte selbst ändern.
Das ist die große Stärke von WordPress. Sie sind bei normalen Anforderungen sehr schnell fertig.
Zwei verschiedene Wege bei der Entwicklung
WordPress und TYPO3 haben eine andere Geschichte. Das beeinflusst den Aufbau bis heute.
Die Geschichte der Systeme
TYPO3 – Start für große Firmen
WordPress – Start für Internet-Tagebücher
WordPress – Wachsen zu einem System für alles
Zwei verschiedene Wege
Was bedeutet das für die Praxis?
WordPress wuchs über 20 Jahre durch Erweiterungen. Das ist ein natürliches Wachstum. Das macht das System extrem anpassbar. Es gibt für fast jede Aufgabe eine Erweiterung. Der Nachteil: Manche Funktionen kamen erst später dazu. Zum Beispiel mehrere Sprachen oder die Verwaltung von Nutzern. Die Macher haben das nicht von Anfang an geplant.
Die Macher haben TYPO3 als System für große Firmen geplant. Das ist eine geplante Struktur. Mehrere Sprachen sind seit der ersten Version fest eingebaut. Die Verwaltung von vielen Internetseiten ist fest eingebaut. Genaue Rechte für Nutzer sind fest eingebaut. Der Vorteil: Diese Funktionen arbeiten auch bei sehr großen Seiten fehlerfrei. Der Nachteil: Sie können das System später nicht so leicht verändern.
Beide Wege sind in Ordnung. Beide Systeme haben ihre Stärken. Die wichtige Frage ist: Welcher Aufbau passt zu Ihren Aufgaben?
Eine große Gefahr: Wenn alle das gleiche System nutzen
Jetzt kommt ein sehr wichtiger Teil. Sehr viele Menschen nutzen WordPress. Das hat einen großen Nachteil.
Die Gefahr für die Sicherheit
WordPress läuft auf 43 Prozent aller Internetseiten. Das macht es zum beliebtesten Ziel für Angreifer auf der ganzen Welt. Das ist wie bei Windows auf dem Computer. Sehr viele Menschen nutzen es. Deshalb greifen Kriminelle es gerne an.
WordPress ist nicht grundsätzlich unsicher. Aber Kriminelle greifen große Systeme öfter an. Sie müssen bestimmte Dinge tun. Das ist keine Wahl. Sie müssen automatische Updates einschalten. Sie brauchen einen sicheren Speicherplatz im Internet. Sie müssen die Sicherheit regelmäßig prüfen. Es gibt eine offizielle Anleitung für die Sicherheit von WordPress. Diese Anleitung beschreibt viele Schritte für mehr Sicherheit. Sie müssen einen guten Anbieter für den Speicherplatz wählen. Sie müssen Rechte für Dateien richtig setzen. Sie müssen die Datenbank schützen. Sie müssen wichtige Dateien verstecken. Sie müssen strenge Regeln für Passwörter aufstellen. Sicherheit verringert das Risiko. Sicherheit kann das Risiko nie ganz löschen.
TYPO3 – Die Struktur der Daten als sichere Basis
Jetzt kommt das Wichtigste: Was macht TYPO3 anders?
Die Antwort liegt im Aufbau. Die Macher haben TYPO3 von Anfang an für große Firmen geplant. Das Projekt hat eine gute Leitung. Ein gemeinnütziger Verein führt das Projekt. Dieser Verein bezahlt die weitere Entwicklung. Es gibt auch eine Firma. Diese Firma gehört dem Verein. Die Firma bietet Service an und hilft Partnern. Es gibt auch eine sehr gute Internetseite mit Anleitungen. Dort finden Sie Erklärungen für den Start. Sie finden Anleitungen für Redakteure. Sie finden technische Erklärungen für Programmierer.
Eingebaute Funktionen im Vergleich
| Feature | TYPO3 | WordPress |
|---|---|---|
| Mehrsprachigkeit | Fest eingebaut (sys_language_uid im System) | Erweiterung nötig (WPML, Polylang) |
| Verwaltung vieler Internetseiten | Mehrere Domains seit Beginn, Site Config seit Version 9 | Multisite im System seit Version 3.0 |
| Nutzer für die fertige Internetseite | Fest eingebaut: Eigene Tabellen für Nutzer | Fest eingebaut: Gleiche Nutzer für vorne und hinten |
| Rechte für Seiten | Fest eingebaut: Sehr genau für jede Seite und jeden Inhalt | Fest eingebaut: Einfache Rollen für Nutzer |
| Speichern alter Versionen | Fest eingebaut: Für alle Änderungen an Inhalten | Fest eingebaut seit Version 2.6: Post Revisions |
| Bereiche zum Testen (Workspaces) | Fest eingebaut: Eigenes System für Entwürfe | Erweiterung nötig (WP Staging) |
| Bearbeiten direkt auf der Seite | Nur mit einem extra Service (Bakehouse) | Fest eingebaut seit Version 5.0: Block Editor |
Zusammenfassung: Beide Systeme haben starke eingebaute Funktionen. Der größte Unterschied ist die Struktur der Daten. TYPO3 hat mehrere Sprachen von Anfang an eingebaut. TYPO3 hat eigene Nutzer für die fertige Seite fest eingebaut. Das ist ein Teil vom Aufbau. WordPress hat dafür eine andere Stärke. Sie können Texte direkt auf der fertigen Seite bearbeiten. TYPO3 kann das heute nur mit extra Programmen aus dem Internet.
So macht es TYPO3:
-- Einfacher Aufbau der Daten
pages:
- uid: 1, title: "Home", sys_language_uid: 0
- uid: 2, title: "Startseite", sys_language_uid: 1, l10n_parent: 1
- uid: 3, title: "Accueil", sys_language_uid: 2, l10n_parent: 1Sprachen sind ein ganz wichtiger Teil im System. Jede Übersetzung ist ein eigener Teil. Aber sie weiß immer, wo das Original ist. Das System weiß genau, was es bei fehlenden Übersetzungen tun muss. Es gibt eigene Internet-Adressen für jede Sprache. Sie können Inhalte einfach zwischen den Sprachen teilen.
So macht es WordPress (mit einer Erweiterung):
Erweiterungen wie WPML fügen neue Funktionen zu WordPress hinzu. Das funktioniert gut. Aber es gibt Nachteile. Die Datenbank muss mehr arbeiten. Das macht die Seite langsamer. Sie hängen von der Erweiterung ab. Die Einstellungen für Google sind oft schwierig.
Beispiel aus der Praxis: Eine große Firma
Architektur für viele Seiten: 1 TYPO3 Installation betreibt 3 Internetseiten mit 7 Sprachen
Das Beispiel: Wir haben eine internationale Firma. Die Firma hat Büros in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Vorteile von diesem Aufbau:
- Sie brauchen nur ein Update für alle 3 Seiten auf einmal.
- Sie haben eine Verwaltung für Nutzer. Die Nutzer melden sich einmal für alle Seiten an.
- Sie haben gemeinsame Erweiterungen. Sie installieren alles einmal. Sie nutzen es dreimal.
- Sie haben einen Ort für alle Dateien. Sie verwalten Bilder und Dokumente zentral.
- Sie teilen Inhalte. Sie können Neuigkeiten oder Produkte einfach auf allen Seiten zeigen.
Der Vergleich:
- TYPO3: Sie installieren es nur einmal. Sie verwalten alles an einem Ort. Jede Internetseite arbeitet für sich. Aber alle teilen sich die Ressourcen.
- WordPress: Sie brauchen entweder eigene Installationen für jedes Land. Das macht sehr viel Arbeit bei Updates. Oder Sie nutzen das System für mehrere Seiten. Das bringt aber viele Kompromisse.
Dieser Aufbau ist ein riesiger Vorteil. Funktionen arbeiten auch bei großen Seiten fehlerfrei. Brauchen Sie viele Sprachen? Das ist selbstverständlich. Haben Sie 50 Internetseiten? Das ist kein Problem. Haben Sie 100.000 einzelne Seiten? Die Macher haben TYPO3 genau dafür gebaut.
Die große Schwäche von TYPO3: Das Bearbeiten auf der Seite
Jetzt kommen wir zu einem Problem. Dieses Problem verwundert mich sehr: TYPO3 hat keine Funktion zum Bearbeiten direkt auf der fertigen Seite.
Es gibt viele englische Namen dafür. Man nennt es Frontend Editing, Inline Editing oder Direct Editing. Das Ziel ist aber immer gleich: Die Bedienung soll sehr einfach sein. Die Nutzer wollen Texte direkt auf der fertigen Internetseite ändern. Sie wollen nicht in einen extra Bereich für die Bearbeitung gehen.
Die große Stärke von WordPress beim Bearbeiten
WordPress hat einen sogenannten Block-Editor. Er heißt Gutenberg. Sie sehen Änderungen sofort. Das ist fest im System eingebaut:
Block Editor
Sie sehen genau das Ergebnis auf dem Bildschirm. Sie verschieben Bausteine einfach mit der Maus. Sie sehen alle Änderungen sofort. Auch Menschen ohne Technik-Wissen können das.
Page Builder (Erweiterungen)
Es gibt Programme wie Elementor oder Divi. Sie bauen Seiten nur mit den Augen. Sie brauchen keine Programmier-Sprache. Die Macher haben das für Teams im Marketing gebaut.
Schnelle Bearbeitung
Sie machen kleine Änderungen direkt auf der Internetseite. Sie müssen nicht in den Bereich für die Bearbeitung wechseln. Das spart den Redakteuren sehr viel Zeit.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Ein Mitarbeiter im Marketing findet einen Tippfehler auf der Startseite. Er will ihn verbessern:
- WordPress: Der Mitarbeiter geht auf die Seite. Er klickt auf den Knopf zum Bearbeiten. Er ändert den Text. Er speichert die Seite. Das dauert 30 Sekunden.
- TYPO3: Der Mitarbeiter öffnet den Bereich für die Bearbeitung. Er sucht die Seite in einem langen Baum. Er sucht den genauen Inhalt. Er klickt auf Bearbeiten. Er speichert die Seite. Er muss den Zwischenspeicher löschen. Er prüft das Ergebnis auf der echten Seite. Das dauert 2 bis 3 Minuten.
Manche Menschen müssen nur sehr selten etwas ändern. Sie verbessern vielleicht einmal im Monat einen Tippfehler. Für diese Menschen ist der extra Bereich von TYPO3 viel zu kompliziert. Sie müssen zu viel lernen für diese seltene Aufgabe.
Warum fehlt diese Funktion im System von TYPO3?
Jede neue Hauptversion von TYPO3 bringt viele Verbesserungen für den Bereich zur Bearbeitung. Die Bedienung wird schöner. Die Bedienung wird einfacher. Das System wird schneller. Die Programmierer machen hier eine hervorragende Arbeit. Aber das Bearbeiten direkt auf der Seite fehlt weiterhin.
Dafür gibt es verschiedene Gründe aus der Technik und der Organisation:
Eine mögliche Lösung: Das Programm Bakehouse
Manche Firmen brauchen die direkte Bearbeitung auf der Seite. Für sie gibt es das Programm Bakehouse. Das ist ein Service aus dem Internet. Es bringt die direkte Bearbeitung in TYPO3. Das macht die Arbeit viel einfacher. Das hilft besonders Menschen, die nur selten Texte bearbeiten.
Mein persönlicher Wunsch
Die direkte Bearbeitung auf der Seite sollte fest in TYPO3 eingebaut sein.
Ja, TYPO3 ist ein System für große Firmen. Ja, die wichtigste Zielgruppe sind Profis. Aber:
- Nicht alle Redakteure arbeiten jeden Tag in dem System.
- Kleinere Firmen haben oft nur Mitarbeiter in Teilzeit für diese Arbeit.
- Einfache Bedienung passt sehr gut zu Systemen für große Firmen.
- WordPress zeigt uns: Beides ist gleichzeitig möglich.
Sie finden hier mehr Informationen zu diesem Thema: TYPO3 Frontend Editing mit Bakehouse
Wann nehmen Sie welches System? Eine Hilfe für Ihre Entscheidung
Darauf kommt es jetzt an: Sollen Sie WordPress oder TYPO3 nehmen?
WordPress ist besonders gut für:
Wichtige Punkte für Ihre Entscheidung:
- Sie haben weniger als 15.000 Euro.
- Sie haben weniger als 4 Wochen Zeit.
- Sie haben keine eigenen Programmierer in der Firma.
- Sie haben ganz normale Wünsche an die Seite.
- Sie haben nur ein Land, eine Sprache und eine Internet-Adresse.
Beispiele für gute Projekte:
- Eine Internetseite für eine Firma mit 20 bis 50 einzelnen Seiten.
- Ein Internet-Tagebuch mit einem System für E-Mails.
- Ein Geschäft im Internet mit weniger als 1.000 Produkten.
- Internetseiten zum Zeigen von Arbeiten und Bildern.
TYPO3 ist besonders gut für:
Wichtige Punkte für Ihre Entscheidung:
- Sie haben mehr als 30.000 Euro.
- Sie wollen die Seite viele Jahre lang nutzen.
- Sie haben ein festes Team von Programmierern.
- Sie haben schwierige Wünsche. Zum Beispiel viele Sprachen oder viele Seiten.
- Sie müssen das System mit Programmen Ihrer Firma verbinden.
Beispiele für gute Projekte:
- Internetseiten für Firmen in mehr als 10 Ländern.
- Internetseiten für die Regierung und für Ämter.
- Internetseiten für Universitäten und Schulen.
- Seiten für die Mitarbeiter einer Firma mit über 100.000 Unterseiten.
Diese Beispiele zeigen vor allem sehr große Projekte. Das liegt oft am vielen Geld bei großen Projekten. Aber: TYPO3 ist auch hervorragend für kleinere Internetseiten geeignet.
Die meisten TYPO3-Seiten auf der Welt sind wahrscheinlich kleine oder mittlere Seiten. Es gibt dafür aber keine genauen Zahlen. TYPO3 ist nicht zu groß für kleine Projekte. Es ist ein sehr anpassbares System für alle Größen.
Das ist sehr wichtig für das TYPO3-Team: Die Programmierer dürfen diese kleinen Nutzer nicht vergessen. Die Bedienung muss einfach bleiben. Der Einstieg muss einfach sein. Das ist auch für ein System für große Firmen wichtig. Die direkte Bearbeitung auf der Seite wäre hier eine perfekte Funktion.
Ein Blick in die Technik: Unterschiede beim Aufbau
Dieser Teil ist für die Programmierer. Wir zeigen Ihnen hier die wichtigsten Unterschiede in der Technik.
Der Aufbau der Datenbank
Tabellen im System von WordPress (12 normale Tabellen):
-- Verwaltung von Inhalten
wp_posts (Posts, Pages, Custom Post Types, Revisions)
- ID, post_author, post_date, post_content, post_title
- post_status, post_type, post_parent, guid
wp_postmeta (Alle Custom Fields als Key-Value)
- meta_id, post_id, meta_key, meta_value
wp_comments (Kommentare & Pingbacks)
- comment_ID, comment_post_ID, comment_author, comment_content
-- Verwaltung von Nutzern
wp_users (Ein Nutzer für alle Bereiche)
- ID, user_login, user_pass, user_email, user_registered
Der Aufbau: WordPress nutzt ein spezielles Muster. Die Techniker nennen es EAV-Pattern. Alles im System ist ein einfacher Beitrag. Zusätzliche Felder speichert das System als Texte in speziellen Tabellen. Das ist sehr anpassbar. Aber es hat Nachteile. Die Daten haben keinen festen Typ. Die Datenbank muss bei Suchen sehr schwer arbeiten. Sie können zusätzliche Daten nur sehr schwer abfragen.
Beispiel für viele Sprachen (mit einer Erweiterung):
-- Die Erweiterung fügt eigene Tabellen hinzu
wp_icl_translations
- translation_id, element_type, element_id, language_code
- Verknüpfung zwischen den ÜbersetzungenDer wichtigste Unterschied: WordPress nutzt ein Muster mit speziellen Tabellen für Extra-Daten. Das ist sehr anpassbar. Aber es kostet viel Leistung bei schwierigen Suchen. TYPO3 nutzt klassische Tabellen mit festen Typen. Das hat eine sehr gute Struktur. Es ist aber nicht so leicht veränderbar für nachträgliche Felder.
Wir zeigen hier ein sehr stark vereinfachtes Bild der Datenbanken. So verstehen Sie die Ideen besser. In Wirklichkeit haben beide Systeme viel schwierigere Strukturen. Sie haben zusätzliche Verzeichnisse und Regeln für Suchen. Diese einfache Darstellung hilft beim grundlegenden Verständnis der Unterschiede.
Der Aufbau von Erweiterungen
| Feature | WordPress Erweiterungen | TYPO3 Erweiterungen |
|---|---|---|
| Installation | Hochladen einer Datei oder Suchen im System | Mit dem Programm Composer oder Manager im System |
| Namen für Bereiche (Namespaces) | Freiwillig (bei neuen Erweiterungen) | Strikte Pflicht nach Regeln (PSR-4) |
| Verwaltung von Abhängigkeiten | Von Hand oder mit Composer | Immer mit dem Programm Composer |
| Stabilität der Programm-Schnittstellen | Sehr starke Rücksicht auf alte Versionen | Änderungen sind bei großen Updates möglich |
| Hinweise auf Datentypen | Wird immer mehr (ab PHP 7) | Ist vollständig und streng typisiert |
Die Leistung: Ein echter Vergleich
Skala für die Punkte: 0 bis 100 Punkte. Mehr Punkte bedeuten ein besseres Ergebnis.
Die Bedeutung der Ergebnisse:
- Einrichtungszeit: Sie können mit WordPress viel schneller starten. TYPO3 braucht am Anfang eine viel längere Einrichtung. Sie müssen viele Dinge wie Aufbau und Aussehen genau einstellen.
- Wartung für lange Zeit: TYPO3 hat eine sehr klare Struktur der Daten. Das vermeidet Fehler über viele Jahre hinweg. Die festen Vorgaben für Tabellen machen Updates viel sicherer. Das System bleibt stabil.
- Wachstum bei der Größe: TYPO3 ist für über 100.000 einzelne Seiten gebaut. Es wächst problemlos mit Ihren Anforderungen. WordPress braucht bei dieser Größe sehr schnell zusätzliche Programme für die Geschwindigkeit. Fairerweise muss man sagen: Auch TYPO3 braucht bei sehr großen Seiten extra Lösungen für die Datenbank und Geschwindigkeit.
- Hilfe für Anfänger: Sie können WordPress sehr schnell lernen. TYPO3 erfordert sehr viel Wissen über die Technik. Sie müssen verschiedene Systeme für Einstellungen und Vorlagen gut kennen.
Die Nutzer und das Umfeld
Marktanteile der Systeme auf der ganzen Welt in Prozent
Die Zahlen sind sehr deutlich:
- WordPress hat 43 Prozent Anteil am Markt. Die Gruppe der Nutzer ist riesig. Es gibt unbegrenzt viele Informationen.
- TYPO3 hat 0,4 Prozent Anteil am Markt. Die Gruppe der Nutzer ist klein und speziell. TYPO3 hilft vor allem großen Firmen und Ämtern.
TYPO3 hat nur wenige Nutzer. Das bedeutet nicht, dass es ein schlechtes System ist. Es bedeutet: Das System ist für ganz besondere Aufgaben gebaut. WordPress bedient sehr viele normale Nutzer. TYPO3 bedient sehr große Firmen mit schwierigen Wünschen.
Sicherheit und Updates
Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Viele Menschen vergessen diesen Punkt oft:
Die Sicherheit bei WordPress
Die Sicherheit bei TYPO3
Ein wichtiger Unterschied: Es gibt ein offizielles Verzeichnis für Erweiterungen. Programme in diesem Verzeichnis kann das offizielle Team bei Bedarf prüfen. Das ist immer ein großer Vorteil.
Aber Achtung: Manche Programme finden Sie NICHT im offiziellen Verzeichnis. Das offizielle Team prüft diese Programme nie. Sie müssen bei diesen Programmen besonders vorsichtig sein. Prüfen Sie den Code. Prüfen Sie die Updates. Fragen Sie andere Nutzer nach ihren Erfahrungen mit den Programmierern.
Beide Systeme sind nur so sicher wie Ihre Einstellungen. Sie müssen immer aufpassen. Sie müssen immer Updates machen. Sie brauchen sichere Server. Sie brauchen spezielle Schutz-Programme für das Internet. Sie müssen die Sicherheit immer überwachen. Das gilt für jedes System.
Der Wechsel: Kann man das System später tauschen?
Viele Menschen fragen: Können wir das System später einfach wechseln?
Von WordPress zu TYPO3
Das ist möglich, aber:
- Sie müssen die Texte aus WordPress ausgeben.
- Sie brauchen eigene Programme für das Einlesen in TYPO3.
- Sie müssen die Adressen der Internetseiten genau verbinden.
- Sie müssen alle Bilder und Dokumente mitnehmen.
Die Arbeit: Mittel bis hoch. Das hängt von der Menge der Texte ab.
Ein typischer Fall: Eine Firma wächst sehr stark. WordPress reicht für die neuen Wünsche nicht mehr aus.
Von TYPO3 zu WordPress
Das ist in der Technik möglich, aber:
- Sie verlieren viele besondere Funktionen von TYPO3. Zum Beispiel die Entwürfe oder genaue Rechte.
- Sie müssen schwierige Strukturen von Daten sehr stark vereinfachen.
- Sie müssen die Verwaltung für viele Seiten komplett neu aufbauen.
Die Arbeit: Sehr hoch.
Ein typischer Fall: Eine Firma wird kleiner. Die Firma will wieder ein viel einfacheres System.
Es gibt heute eine neue Möglichkeit. Sie nennt sich Headless CMS. WordPress oder TYPO3 arbeiten dabei nur im Hintergrund. Ein anderes Programm zeigt die fertige Seite im Internet. So können Sie das System im Hintergrund später viel leichter tauschen. Sie müssen die fertige Seite im Internet nicht neu bauen.
Zusammenfassung und Ergebnis
Ich habe 20 Jahre Erfahrung mit beiden Systemen. Das ist meine Meinung: Sie dürfen sich nicht einfach für das bekannte System entscheiden. Sie müssen sich immer nach Ihren technischen Anforderungen richten.
WordPress ist hervorragend für:
- Ein sehr schnelles Starten und wenig Geld.
- Ganz normale und einfache Anforderungen.
- Kleine Teams ohne eigene Programmierer.
TYPO3 ist hervorragend für:
- Sehr schwierige Strukturen wie viele Sprachen, viele Internetseiten und genaue Rechte.
- Anforderungen von großen Firmen für viele Jahre Betrieb.
- Alle Projekte mit einem großen Bedarf an geordneten Daten.
Wichtige Fragen für Ihre Entscheidung:
- Wie schwierig sind Ihre Daten aufgebaut?
- Haben Sie gute Programmierer mit viel Wissen?
- Wollen Sie einen langen Betrieb oder einen schnellen Start?
- Wie viel Geld haben Sie für den Bau und den Betrieb?
Haben Sie Fragen zu der Prüfung von Systemen? Schreiben Sie uns: office@webconsulting.at
Dieser Text vereinfacht absichtlich viele Dinge. Wir machen Aussagen allgemeiner. So verstehen Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen WordPress und TYPO3 viel besser.