Was AARE leistet
Das Open-Source-Projekt AARE implementiert die Client-Seite des Android Auto Projection Protocol (AAP) in Kotlin. Das Smartphone agiert gegenüber dem Infotainmentsystem des Autos als Server: Es erzeugt ein virtuelles Display, kodiert das Videosignal per H.264-Hardwarebeschleunigung und überträgt es via USB oder drahtlos via TLS 1.2 an das Fahrzeug.
Google-Freiheit und App-Support
Im Gegensatz zur offiziellen Android-Auto-App setzt AARE keine Google Play Services voraus. Es hostet die AndroidX Car App Library selbstständig und bindet Anwendungen ein, die Google standardmäßig ausschließt:
- Navigation: Open-Source-Apps wie CoMaps oder Organic Maps (auch als F-Droid-Installationen).
- Medien: Player mit
MediaBrowserService oder Media3-Anbindung (z. B. Tempus für Navidrome/Subsonic).
- Kommunikation & Sprache: Sprachassistenten (wie Lapin) können das Fahrzeugmikrofon nutzen; Chat-Nachrichten lassen sich vorlesen und im Stand beantworten.
Reifegrad und Einschränkungen
Das Projekt wird ausdrücklich als Proof of Concept in einem frühen Entwicklungsstadium geführt. Während Kernkomponenten wie Framing, Touch-Eingaben, Sensorweitergabe (GPS, Tacho, Nachtmodus) und Cluster-Anzeigen implementiert sind, wurde das System bislang erst an Desktop-Head-Units und in zwei realen Fahrzeugen getestet. Ein produktiver Einsatz während der Fahrt wird vom Entwickler vorerst nicht empfohlen.