Google Threat Intelligence analysiert Zero-Day-Exploits des Jahres 2024

ArtikelCasey Charrier, James Sadowski, Clement Lecigne, Vlad StolyarovForschung

Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) erfasste 2024 insgesamt 75 aktiv ausgenutzte Zero-Day-Schwachstellen. Zwar sank die Gesamtzahl im Vergleich zu 2023 (98 Schwachstellen), der langfristige Trend zeigt jedoch weiterhin nach oben. Auffällig ist eine deutliche Verschiebung: Während Angriffe auf Browser und mobile Betriebssysteme abnahmen, stieg der Anteil von Unternehmens- und Netzwerkinfrastruktur deutlich an.

Das Wichtigste

  1. 75 Zero-Days wurden 2024 in freier Wildbahn ausgenutzt (nach 98 im Jahr 2023 und 63 im Jahr 2022).
  2. Der Anteil von Enterprise-Technologien stieg von 37 % (2023) auf 44 % (33 Schwachstellen), wovon über 60 % auf Sicherheits- und Netzwerkgeräte entfielen.
  3. Schwachstellen in Browsern (Rückgang von 17 auf 11) und mobilen Geräten (Rückgang von 17 auf 9) waren stark rückläufig, was auf verbesserte Schutzmechanismen der Hersteller zurückgeführt wird.
  4. Desktop-Betriebssysteme legten zu: Microsoft Windows verzeichnete 22 Zero-Days (nach 16 in 2023 und 13 in 2022).
  5. Mehr als die Hälfte der zuordenbaren Angriffe entfiel auf Cyberspionage, angeführt von kommerziellen Überwachungsanbietern (CSVs), chinesischen und nordkoreanischen Akteuren.

Warum das relevant ist

Für IT-Verantwortliche verschiebt sich die Bedrohungslage spürbar: Perimeter-Geräte wie Firewalls, VPN-Gateways und Netzwerk-Appliances geraten verstärkt ins Visier. Da auf diesen Systemen meist keine klassischen EDR-Agenten laufen und einzelne Lücken oft direkt Remote Code Execution ermöglichen, müssen Sicherheitsarchitekturen und Monitoring über Endpoints hinaus erweitert werden.

Einordnung

Die Daten der GTIG verdeutlichen den Effekt von Sicherheitsinvestitionen: Durch Härtung und Exploit-Mitigationen in modernen Browsern und mobilen OS müssen Angreifer aufwändige Exploit-Ketten bauen. Bei Enterprise-Appliances hingegen genügen oft Einzelschwachstellen für weitreichenden Zugriff bei minimalem Entdeckungsrisiko. Bemerkenswert ist zudem die wachsende Rolle nordkoreanischer Gruppen, die bei den Zero-Day-Zahlen 2024 mit Spionage und finanziell motivierten Angriffen mit China gleichzogen.

Gefunden in

Zusammenfassung von KI erstellt (Gemini 3.8 Flash, 27. September 2026). Sie kann Fehler enthalten – maßgeblich ist die Originalquelle.

Inhaltlich ähnlich, ermittelt über die KI-Suche.

  • Link:zerodayclock.com

    Zero Day Clock

    Die Plattform Zero Day Clock fungiert als öffentliches Dashboard zur Überwachung und Messung von Schwachstellenausnutzungen. Sie bietet einen transparenten Einblick in die zeitliche Dimension von Zero-Day-Schwachstellen und deren aktive Ausnutzung in der Cybersicherheit.

    Security

  • Link:CISA, NSA, FBI, DOE, EPA

    CISA und US-Behörden warnen vor aktiven Angriffen auf Siemens-S7-Steuerungen

    Mehrere US-Sicherheitsbehörden warnen vor einer akuten Bedrohung für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) der Siemens-S7-Reihe. Angreifer nutzen KI-gestützte Skripte und Open-Source-Bibliotheken, um exponierte Industrieanlagen auszuspähen und Angriffe vorzubereiten.

    KI & AI· Ankündigung

  • Artikel:Etiido Uko

    Linux-Kernel nähert sich 2.000 CVEs pro Release durch KI-Fehlersuche

    Der Einsatz von KI-Werkzeugen zur statischen Code-Analyse treibt die Zahl gemeldeter CVEs im Linux-Kernel massiv in die Höhe. Kernel-Maintainer sehen sich mit einer Flut an Meldungen konfrontiert, die von bestätigten Schwachstellen bis zu Halluzinationen und irrelevanten Kleinstkorrekturen reichen. Als Reaktion entfernen Entwickler veralteten Treiber-Code und nutzen selbst Frontier-Modelle zur Vorabprüfung.

    KI & AI· News

  • Link:workspace.google.com

    Gmail für Privatpersonen und Unternehmen im Überblick

    Google stellt die Funktionen seiner E-Mail-Plattform Gmail für private und geschäftliche Anwender vor. Im Mittelpunkt stehen KI-Funktionen über Gemini, integrierte Sicherheitsmechanismen sowie Unterschiede zwischen der kostenlosen Version und Google Workspace.

    KI & AI· Tool

  • Artikel:Tulsee Doshi

    Google stellt Gemini 3.6 Flash, 3.5 Flash-Lite und 3.5 Flash Cyber vor

    Google erweitert die Gemini-Familie um drei neue Modelle: Gemini 3.6 Flash bietet höhere Token-Effizienz bei niedrigeren Preisen, 3.5 Flash-Lite zielt auf hohen Durchsatz ab, und 3.5 Flash Cyber fokussiert auf IT-Sicherheit.

    KI & AI· Ankündigung

Lassen Sie uns über Ihr Projekt sprechen

Standorte

  • Mattersburg
    Johann Nepomuk Bergerstraße 7/2/14
    7210 Mattersburg, Austria
  • Wien
    Ungargasse 64-66/3/404
    1030 Wien, Austria

Dieser Inhalt wurde teilweise mithilfe von KI erstellt.