Cloudflare stellt Pingora vor: Neuer HTTP-Proxy auf Rust-Basis ersetzt NGINX

ArtikelYuchen Wu and Andrew HauckAnkündigung

Cloudflare hat mit Pingora einen eigenen HTTP-Proxy in Rust entwickelt, der die bisherige NGINX-basierte Infrastruktur ersetzt. Das System verarbeitet über eine Billion Anfragen pro Tag und benötigt laut dem Unternehmen nur ein Drittel der bisherigen CPU- und Speicherressourcen.

Das Wichtigste

  1. Pingora wurde intern mit Rust entwickelt und verbindet das globale Cloudflare-Netzwerk mit Origin-Servern im Internet.
  2. Der neue Proxy verarbeitet täglich mehr als eine Billion Anfragen für Dienste wie CDN, Workers fetch, Tunnel, Stream und R2.
  3. Das System benötigt im Vergleich zur früheren Proxy-Infrastruktur lediglich ein Drittel der CPU- und Memory-Ressourcen.
  4. Hauptgrund für die Ablösung von NGINX waren architektonische Einschränkungen bei starker Skalierung, darunter ungleiche CPU-Lastverteilung durch Process-Pinning.
  5. NGINX verwaltet Verbindungspools pro Worker-Prozess, was die Wiederverwendung von TCP- und TLS-Verbindungen einschränkte und die Latenz (TTFB) erhöhte.

Warum das relevant ist

Für hochfrequentierte Netzinfrastrukturen stoßen klassische Multi-Process-Architekturen wie die von NGINX an Skalierungsgrenzen, insbesondere bei der Verbindungswiederverwendung. Die Umstellung auf Rust zeigt, wie moderne speichersichere Systemprogrammierung den Ressourcenverbrauch massiv senken und Latenzen durch effizienteres Connection Pooling verringern kann.

Einordnung

Cloudflare beschreibt die praktischen Hürden von NGINX bei extremen Lasten: Da Worker isolierte Prozesse sind, teilen sie Verbindungspools nicht prozessübergreifend. Dadurch müssen TCP- und TLS-Handshakes zu Origin-Servern häufiger neu aufgebaut werden, was die Time-to-First-Byte (TTFB) negativ beeinflusst. Zudem führten CPU-intensive oder blockierende I/O-Tasks innerhalb eines NGINX-Workers zu Verzögerungen anderer Anfragen auf demselben Kern. Mit einer maßgeschneiderten Rust-Implementierung umgeht Cloudflare diese Limitierungen und reduziert gleichzeitig den Hardware-Bedarf drastisch.

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Zusammenfassung von KI erstellt (Gemini 3.8 Flash, 27. September 2026). Sie kann Fehler enthalten – maßgeblich ist die Originalquelle.

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