TYPO3 für mehrere Internetseiten: So nutzen Sie eine Basis-Installation

Lernen Sie hier etwas Wichtiges. Sie können viele Internetseiten mit nur einem TYPO3 verwalten. Wir zeigen Ihnen den ganzen Weg einer Anfrage im Internet.

Auf einen Blick

  • DNS wandelt Domains in IP-Adressen um. Das ist die wichtige Grundlage für viele Internetseiten.
  • Apache Virtual Hosts leiten die Besucher weiter. Sie senden den Besucher zur richtigen TYPO3-Seite.
  • Das TYPO3 Site Management verwaltet viele Domains. Sie brauchen dafür nur eine Installation.
  • Eine Anfrage im Internet geht durch viele Stationen. Dieser Text zeigt Ihnen jeden Schritt.

Einleitung  

Viele Firmen kennen dieses Problem. Sie haben mehrere Internetseiten. Zum Beispiel eine Hauptseite und Seiten für bestimmte Projekte. Sie wollen alle Seiten an einem Ort verwalten. Das geht mit TYPO3 sehr gut.

Sie nutzen nur eine TYPO3-Installation für alle Internetseiten. Das spart viel Geld für den Server. Sie haben weniger Arbeit bei der Pflege. Sie behalten immer die volle Kontrolle über Ihre Technik.

Wir zeigen Ihnen in diesem Text einen genauen Ablauf. Ein Nutzer gibt eine Adresse im Internet ein. Was passiert dann im Hintergrund? Wir erklären Ihnen die genauen Schritte bis zur fertigen Internetseite.

Inhaltsverzeichnis  


Teil 1: Der Aufbau von einer Internetadresse  

Zuerst müssen wir das Internet besser verstehen. Jede Anfrage im Internet beginnt mit einer Adresse. Wir schauen uns diese Adresse jetzt genau an. Was schickt Ihr Computer wirklich an den Server?

Teile der Adresse  

Wir nehmen eine komplizierte Adresse genau auseinander:

Aufbau der Adresse: Was passiert wo?

Wichtig zu verstehen

Das Sprungziel (#absatz3) bleibt immer auf Ihrem Computer. Ihr Computer sendet den Rest an den Server. Der Server sieht nur die genaue Anfrage für die Datei. Er sieht auch den Namen der Internetseite.

Der genaue Ablauf im Überblick  

Hier sehen Sie den ganzen Weg auf einen Blick:

Der ganze Weg von Anfang bis Ende

Wir schauen uns jetzt jede Phase genau an.


Teil 2: DNS – Das Telefonbuch für das Internet  

Das System DNS ist sehr wichtig für das Internet. Computer verstehen nur Zahlen. Diese Zahlen heißen IP-Adressen. DNS übersetzt den Namen der Internetseite in eine IP-Adresse.

A-Record und CNAME: Die wichtige Wahl  

Es gibt zwei Arten von Einträgen beim DNS. Ihre Wahl ist sehr wichtig für die Schnelligkeit:

FeatureA-RecordCNAME-Record
Zeigt aufIP-Adresse (123.45.67.89)Anderen Namen
Anzahl der Abfragen1 Mal (sehr gut)2 Mal oder mehr (langsam)
Schnelligkeit★★★★★ Sehr gut★★★☆☆ Langsam
Für Haupt-Adresse
Gut für E-Mails
Unsere Empfehlung
Achtung: Ein wichtiger Fehler

Eine Haupt-Adresse darf keinen CNAME haben. Das ist verboten. Vor allem, wenn Sie E-Mails empfangen wollen. Ihr E-Mail-Empfang fällt sonst komplett aus!

Einstellungen für DNS in der Praxis  

Wir machen ein Beispiel mit zwei Firmen. Sie brauchen diese Einträge für DNS:

Die beste Einstellung für viele Domains:

Ihre Vorteile:
Nur eine Abfrage nötig.
E-Mails funktionieren gut.
Keine Fehler im System.
Das Internet ist sehr schnell.

Tipp für mehr Schnelligkeit

Stellen Sie die Zeit auf 3600 Sekunden ein. Das ist eine Stunde. Wenn Sie Änderungen planen, machen Sie die Zeit kürzer. Stellen Sie die Zeit dann auf 300 Sekunden. Das sind 5 Minuten.

Wartezeit beim DNS verstehen  

Änderungen beim DNS sind nicht sofort sichtbar. Das passiert nacheinander:

Die Änderung

Sie ändern einen Eintrag bei Ihrem Anbieter. Der Haupt-Server hat die Änderung sofort.

Erste Server lernen dazu

Die Internetanbieter holen sich die neuen Daten. Sie richten sich nach der eingestellten Zeit.

Weltweite Verteilung

Die meisten Server auf der Welt haben die neuen Daten. Es kann noch kleine Unterschiede geben.

Alles ist fertig

Alle Server haben nun die neuen Daten. Alte Daten sind überall gelöscht.
Die Änderung prüfen

Sie können die DNS-Änderung prüfen. Nutzen Sie dafür Programme im Internet. Zum Beispiel den DNS Checker oder das Programm von Google:

Prüfung im Internet:

Ansicht von dem Google Programm für DNS

Das Programm von Google zeigt Ihnen die Ergebnisse sofort an. Das geht sehr einfach.


Prüfung auf dem Computer:


Teil 3: Apache Server – Der Verteiler für den Verkehr  

DNS hat die IP-Adresse gefunden. Jetzt kommt die Anfrage beim Programm Apache an. Apache muss jetzt entscheiden. Welche Internetseite soll der Besucher sehen?

Virtual Hosts: Ein Server, viele Internetseiten  

Stellen Sie sich Apache wie einen Empfang in einer Firma vor. Die IP-Adresse ist die Adresse vom Haus. Der Name der Internetseite steht auf einem Briefumschlag. Apache liest diesen Namen. Dann leitet Apache den Besucher zum richtigen Büro weiter.

So verteilt Apache die Anfragen

Die genaue Konfiguration  

Mit Virtual Hosts können Sie viele Internetseiten auf einem Server haben. Apache schaut dafür nur auf den Namen der Internetseite.

Die Datei: /etc/apache2/sites-available/typo3-multisite.conf

Erklärung der wichtigsten Teile:

ServerName: Die Haupt-Adresse

  • Das ist die wichtigste Adresse für diese Seite.
  • Apache nutzt diese Adresse als Standard.
  • Beispiel: ServerName www.firma-a.de
  • Apache braucht das auch für interne Verweise.

ServerAlias: Zusätzliche Namen

  • Sie können weitere Adressen angeben. Alle führen zur selben Seite.
  • Das ist perfekt für verschiedene Schreibweisen.
  • Beispiel: ServerAlias firma-a.de www.projekt-b.com
  • Trennen Sie die Namen einfach mit einem Leerzeichen.
  • Apache prüft zuerst den Haupt-Namen. Danach prüft Apache diese Liste.

DocumentRoot: Der Ort auf dem Server

  • Hier liegen die Dateien auf dem Server.
  • Beispiel: DocumentRoot /var/www/typo3
  • Apache holt alle passenden Dateien aus diesem Ordner.
  • Bei TYPO3 liegt hier eine wichtige Datei. Sie verarbeitet alle Anfragen.
  • Wichtig: Dieser Ordner muss wirklich existieren.

So funktioniert das in echt:

  1. Der Besucher ruft www.projekt-b.com auf.
  2. Apache empfängt die Anfrage und liest den Namen.
  3. Apache sucht in allen Listen nach dem passenden Namen.
  4. Apache findet den Namen in der Liste.
  5. Apache öffnet den richtigen Ordner auf dem Server.
Häufiger Fehler bei Apache

Manchmal fehlt die Einstellung AllowOverride All. Dann beachtet Apache wichtige Regeln von TYPO3 nicht. Das Problem: Alle Unter-Seiten zeigen einen Fehler an. Die Lösung: Schreiben Sie genau AllowOverride All in Ihre Datei.

Mehrere Domains mit eigenen Ordnern  

Manchmal wollen Sie völlig getrennte TYPO3-Installationen. Hier sehen Sie die Einstellungen dafür:

Wann brauchen Sie eigene Ordner?
  • Eine Installation: Gut für einfache Pflege und gemeinsame Erweiterungen.
  • Mehrere Installationen: Gut für völlig getrennte Projekte oder verschiedene Teams.

Teil 4: TYPO3 Site Management – Die Verwaltung der Inhalte  

Apache hat den Besucher weitergeleitet. Jetzt übernimmt TYPO3 die Arbeit. TYPO3 muss jetzt die richtige Internetseite anzeigen.

Die Grundlage: Der TYPO3-Seitenbaum  

TYPO3 ordnet alle Seiten in einem Seitenbaum. Jede eigene Internetseite braucht eine Startseite. Diese Startseite ist der Anfangspunkt.

So sieht der Seitenbaum in TYPO3 aus

Das Site Management  

TYPO3 hat ein eigenes Modul für die Verwaltung der Internetseiten. Hier verbinden Sie den Namen der Internetseite mit der Startseite.

Startseiten anlegen

Legen Sie im Seitenbaum eine Startseite an. Schalten Sie die Funktion "Als Anfang einer Webseite benutzen" ein.

Modul öffnen

Gehen Sie zum Punkt "Site Management". Sie sehen dort alle Startseiten ohne Einstellungen.

Seite hinzufügen

Klicken Sie auf den Knopf "Site hinzufügen". Geben Sie einen klaren Namen ein. Zum Beispiel "firma_a".

Adresse eintragen

Das ist sehr wichtig. Tragen Sie hier die komplette Adresse ein. Zum Beispiel: https://www.firma-a.de/

Sprachen einstellen

Fügen Sie eine Sprache hinzu. Geben Sie den Ort für den Anfang an. Das ist meistens ein Schrägstrich "/".

Für alle Seiten wiederholen

Wiederholen Sie diese Schritte für jede weitere Internetseite. Nutzen Sie immer eine eigene Adresse.

Die Datei config.yaml im Detail  

TYPO3 speichert diese Einstellungen in einer Datei. Die Datei heißt config.yaml. So sieht das für Firma A aus:

Wichtige Punkte:
rootPageId: Das ist die Nummer der Startseite.
base: Das ist die Haupt-Adresse. TYPO3 sucht genau danach.
languages: Hier stehen die Sprachen der Seite.
errorHandling: Hier bauen Sie eigene Fehlerseiten.
routes: Das sind feste Dateien für Suchmaschinen.

Dateien sicher aufbewahren

Speichern Sie die Datei config.yaml immer gut ab. Nutzen Sie dafür ein Programm wie Git. Damit haben Sie viele Vorteile:

  • Sie sehen jede Änderung.
  • Sie können Fehler rückgängig machen.
  • Sie haben überall die gleichen Einstellungen.
  • Andere Kollegen können Ihre Arbeit prüfen.

Wie TYPO3 die richtige Seite findet  

TYPO3 muss die passende Startseite finden. Das passiert so:

So arbeitet TYPO3 im Hintergrund

Wichtig: TYPO3 prüft die normale Adresse und die Abweichungen. Der erste Treffer gewinnt immer.


Teil 5: Der komplette Weg von Anfang bis Ende  

Wir schauen uns jetzt ein ganzes Beispiel an. Eine Person ruft www.projekt-b.com auf. Was passiert nun?

Der komplette Weg für www.projekt-b.com

Details zur Anfrage: Die HTTP-Header  

Was sendet Ihr Computer wirklich an den Server? Schauen wir uns die genauen Daten an:

Die Anfrage von Ihrem Computer:

Das ist wichtig für den Weg:
Host: www.projekt-b.com – Apache und TYPO3 brauchen diesen Namen.
Accept-Language: Die gewünschte Sprache von Ihrem Computer.
Accept-Encoding: Der Server darf die Daten verkleinern.

Hilfe bei Fehlern  

Achtung: Ein häufiger Fehler

Der Schrägstrich am Ende ist sehr wichtig. Er muss in der Datei config.yaml stehen:

base: 'https://www.firma-a.de/'
base: 'https://www.firma-a.de'

Ohne den Schrägstrich findet TYPO3 die Seite nicht!


Fazit: Ihre Technik für die Zukunft  

Sie haben das System jetzt verstanden. Sie kennen alle wichtigen Teile von TYPO3. Sie wissen, wie die Technik für mehrere Internetseiten funktioniert.

Was Sie geschafft haben  

Schnelligkeit

Sie haben das DNS perfekt eingestellt. Die Server finden die Adresse sehr schnell. Ihre Seiten laden auf der ganzen Welt sofort.

Geld sparen

Sie brauchen nur noch ein TYPO3 für viele Seiten. Das spart Geld für die Server. Die Wartung wird viel billiger.

Einfache Pflege

Sie verwalten alles an einem Ort. Sie machen nur ein Update. Sie machen nur eine Datensicherung. Das ist sehr einfach.

Sicherheit

Alle Seiten sind sicher verbunden. Sie nutzen überall gute Einstellungen. Die Daten Ihrer Besucher sind immer sicher.

Einfaches Wachstum

Sie können neue Seiten sehr schnell anlegen. Das dauert nur wenige Minuten. Ihre Technik wächst mit Ihrer Firma.

Viele Möglichkeiten

Jede Seite bekommt eigene Einstellungen. Jede Seite kann andere Sprachen haben. Sie steuern das alles ganz bequem.

Die drei Ebenen im Überblick  

So arbeiten die drei Ebenen zusammen

Ihre nächsten Schritte  

Stellen Sie DNS ein

Tragen Sie alle Adressen beim Anbieter ein. Nutzen Sie eine Stunde als Wartezeit. Prüfen Sie am nächsten Tag alles.

Richten Sie Apache ein

Tragen Sie alle Adressen bei Apache ein. Schalten Sie die sichere Verbindung ein. Testen Sie die Einstellungen.

Richten Sie TYPO3 ein

Legen Sie die Startseiten an. Tragen Sie die Adressen im System ein. Testen Sie jede Internetseite.

Prüfen Sie alles

Nutzen Sie Programme zur Überwachung. Prüfen Sie die Fehler in den Aufzeichnungen. Machen Sie den Server schneller.

Gute Tipps für den echten Betrieb  

Ihre Checkliste für den Start

DNS:

  • Haben Sie A-Records für alle Adressen?
  • Steht die Wartezeit auf einer Stunde?
  • Sind die Einstellungen für E-Mails richtig?

Apache:

  • Erneuert sich das Zertifikat von selbst?
  • Sind die Daten komprimiert?
  • Haben Sie Fehler-Aufzeichnungen eingeschaltet?

TYPO3:

  • Haben Sie die Datei config.yaml gesichert?
  • Hat jede Internetseite eine eigene Datei?
  • Gibt es eigene Fehlerseiten für Besucher?
  • Sind die Sprachen richtig eingestellt?

Überwachung:

  • Prüft ein Programm Ihre Internetseite?
  • Bekommen Sie eine E-Mail bei Fehlern?
  • Warnen Programme Sie vor abgelaufenen Zertifikaten?

Lesen Sie beim Hersteller nach (Texte sind auf Englisch):

Hilfreiche Programme:

  • DNS Checker – Prüft Ihre Adressen weltweit.
  • SSL Labs – Testet Ihre Sicherheitseinstellungen.
  • GTmetrix – Prüft die Schnelligkeit Ihrer Seite.

Was ist Leichter Lesen?

A2

Diese Seite ist in Leichter Sprache geschrieben. Leichte Sprache hilft vielen Menschen, Texte besser zu verstehen. Die Sätze sind kurz. Schwierige Wörter werden erklärt.

Dieser Text wurde nach den Regeln der Leichten Sprache erstellt. Textniveau: A2 (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen).

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